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In Österreich zählt Natürliches Mineralwasser zu den am strengsten reglementierten Lebensmitteln. Während Leitungswasser aus verschiedenen Quellen stammen kann und unter Umständen aufbereitet oder desinfiziert wird, muss Natürliches Mineralwasser von ursprünglicher Reinheit sein. Es stammt aus unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Vorkommen und darf in seinem Charakter nicht verändert werden.
Der Weg in den Handel ist weit: Bevor ein Wasser als „Natürliches Mineralwasser“ bezeichnet werden darf, muss es eine offizielle Anerkennung durch das österreichische Gesundheitsministerium (Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz) durchlaufen. Dieser Prozess erfordert umfassende Gutachten (geologisch, hydrologisch, hydrogeologisch, ernährungsphysiologisch und hygienisch) und Untersuchungen (physikalisch, physikalisch-chemisch und chemisch) des Wassers über alle vier Jahreszeiten hinweg, um eine konstante Zusammensetzung der Mineralstoffe und Spurenelemente zu garantieren.
Die Brunnen in Edelstal (Burgenland) und Prellenkirchen (Niederösterreich) bilden die Quelle der beliebten Traditionsmarke Römerquelle. Hier wird das Wasser aus einem Grundwasserleiter gewonnen. Die Brunnen reichen dabei in beeindruckende Tiefen: Während der Brunnen RQ1 aus etwa 36 Metern fördert, reicht der Brunnen RQ17 sogar 215 Meter tief unter die Erdoberfläche.
Auf seinem Weg durch die Gesteinsschichten wird das Wasser nicht nur natürlich gefiltert, sondern nimmt auch wertvolle Mineralstoffe auf. Römerquelle zeichnet sich besonders durch einen hohen Gehalt an Calcium und Magnesium aus, was ihm seinen charakteristischen, leicht süßlichen und neutralen Geschmack verleiht.
Es wird dem Boden stets weniger Wasser entnommen, als sich durch Niederschläge natürlich neu bildet. Um dies sicherzustellen, basieren die behördlich festgelegten Entnahmemengen auf aufwändigen Pumpversuchen und mathematischen Simulationsmodellen. Um Spitzen in der Produktion abzufangen, ohne die Brunnen zu überlasten, setzt das Werk auf eine clevere und sichere Bevorratung in Zisternen.
Damit die Qualität bei jedem Schluck stimmt, wird das Wasser kontinuierlich überwacht. Permanente Messungen erfassen die Schüttung, den Wasserspiegel in den Brunnen, die Temperatur und die Leitfähigkeit. Zusätzlich finden tägliche Analysen beim Hauseintritt statt. Dabei werden Parameter wie Nitratgehalt, Härte, pH-Wert, Trübung und Farbe geprüft.
Während Römerquelle direkt aus den tiefen Brunnen abgefüllt wird, benötigt Coca-Cola HBC Österreich für die Herstellung anderer Getränke wie Coca-Cola oder Limonaden aufbereitetes Leitungswasser vom lokalen Wasserleitungsverband. Im gesamten Produktionsprozess werden Ressourcen effizient eingesetzt. Ein zentraler Indikator dafür ist die Water Usage Ratio (WUR), also die Menge an Wasser, die pro Liter Fertiggetränk verbraucht wird. Die WUR ermöglicht es, Einsparpotenziale zu identifizieren, den Erfolg umgesetzter Maßnahmen zur Reduktion des Wasserverbrauchs messbar zu machen und die Werke innerhalb des Unternehmens hinsichtlich ihrer Ressourceneffizienz miteinander zu vergleichen.
Im Jahr 2025 lag dieser Frischwasserverbrauch bei 1,61 Litern pro Liter Fertiggetränk. Zwischen 2013 und 2025 konnten wir unseren Wasserverbrauch pro Liter fertigem Getränk um 41 % reduzieren.